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Karl Horst Hödicke
MADAME ROSE
1965
Kunstharz auf Nessel
115 x 130 cm
80.000,00 €
Beschreibung

*1938 in Nürnberg
lebt und arbeitet in Berlin

Der Maler Karl Horst Hödicke gilt als Schlüsselfigur einer neuen figurativen Malerei der deutschen Nachkriegsmoderne. Seine neo-expressionistischen Bilder wandten sich gegen die abstrakten malerischen Konventionen der Nachkriegszeit und sind eine Hommage an eine neu aufkeimende Lebenslust. Gemeinsam mit Sigmar Polke, Gerhard Richter oder Jörg Immendorf gilt Hödicke als Mitbegründer des sogenannten „German Pop“. Hödickes figurativer Gestus verdeutlicht den wilden Zeitgeist der Großstadt, der im Rhythmus einer malerischen Revolution der 1960er-Jahre stattfand – seine markanten und direkten Farben leuchten buchstäblich aus seinen Bildern heraus, wie hier das aufgeladen lebendige Rot auf dem Nesseluntergrund. Das Werk demonstriert auf eindrucksvolle Art und Weise das Ineinandergreifen von Zeichnung und Gemälde in Hödickes aufregend unerschöpflichem Werk.

• Die vorliegende, 1965 entstandene Arbeit gehört zu Hödickes bedeutendem Frühwerk. „Madame Rose“ stammt aus einer kleinen, sehr raren Serie, in der Hödicke Schaufensterpuppen oder ausgestellte Friseurübungsköpfe in Schaufenstern abbildete. Besonders die vielfältigen Reflexionen in den Scheiben und Spiegeln der Friseursalons faszinierten ihn, wenn er bei Dunkelheit durch die Straßen der Großstadt streifte

• „Madame Rose“ ist zuvor noch nie auf dem Kunstmarkt angeboten worden und befand sich bisher ausschließlich im Besitz der Familie des Künstlers

• Werke des Künstlers befinden sich in zahlreichen Sammlungen weltweit, u. a.: MoMA, New York; Museu d’Art Contemporani de Barcelona; Busch Reisinger Museum, Cambridge; Lenbachhaus, München; Hamburger Bahnhof - Nationalgalerie der Gegenwart, Berlin; Hamburger Kunsthalle; Kunstsammlung des Bundes, Bonn; Pinakothek der Moderne, München; Museum Brandhorst, München

• Im Jahr 2020 widmete die Graphische Sammlung München den Gemälden und Papierarbeiten Karl Horst Hödickes eine umfangreiche Retrospektive, die anschließend im PalaisPopulaire, Berlin, gezeigt wurde

• Das Museum Brandhorst zeigte 2022 eine größere Gruppe von Arbeiten Hödickes aus den Sechzigerjahren


Eingeliefert von Jonas Hödicke, Berlin

Mit Dank an die Staatliche Graphische Sammlung, München


Photo: Walter Bayer

Copyright: © Karl Horst Hödicke