With his new body of work, Lennart Grau turns from the human figure to flowers, seamlessly continuing his exploration of ambiguity, transformation and the tension between emptiness and excess. Suspended in an undefined pictorial space, his blossoms appear both ethereal and luridly fleshy. Their sumptuous forms and luminous colors evoke the exotic magnificence of tropical flora, yet their seductive splendor hides an elusive sense of menace, recalling poisonous or carnivorous plants.
Drawing on the rich tradition of floral symbolism, Grau reinterprets the Baroque vanitas motif for the present. His paintings celebrate sensual abundance while hinting at inevitable transience, as if beneath the flowers’ intoxicating fragrance already lingered the putrid scent of decay. Like a contemporary echo of Baudelaire's Flowers of Evil, these blossoms become metaphors for the inescapable interplay of vitality and death, inviting viewers into a world where beauty and corruption are inseparably entwined.
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Mit seiner neuen Werkgruppe wendet sich Lennart Grau von der menschlichen Figur den Blumen zu und setzt seine Auseinandersetzung mit Ambivalenz, Wandlung sowie der Spannung zwischen Leere und Überfluss nahtlos fort. In einem unbestimmten Bildraum schwebend, erscheinen seine Blüten zugleich ätherisch und verstörend fleischlich. Ihre opulenten Formen und leuchtenden Farben erinnern an die exotische Pracht tropischer Pflanzenwelt, doch hinter ihrer verführerischen Schönheit verbirgt sich ein kaum greifbares Gefühl der Bedrohung, das an giftige oder fleischfressende Pflanzen denken lässt.
Ausgehend von der reichen Tradition der Blumensymbolik reinterpretiert Grau das barocke Vanitas-Motiv für die Gegenwart. Seine Gemälde zelebrieren sinnliche Fülle und verweisen zugleich auf ihre unabwendbare Vergänglichkeit – als läge unter dem betörenden Duft der Blüten bereits der faulige Geruch der Verwesung. Wie ein zeitgenössisches Echo auf Baudelaires Les Fleurs du mal werden diese Blüten zu Metaphern für das unauflösliche Wechselspiel von Lebenskraft und Tod und laden den Betrachter in eine Welt ein, in der Schönheit und Verderben untrennbar miteinander verwoben sind.