Eberhard Ross versteht Malerei als eine Form von Notation und Gedächtnis. Seine Bilder entstehen in einem langsamen, konzentrierten Prozess, in dem Farbe und Zeichnung einander bedingen und durchdringen. So entstehen vielschichtige, vibrierende Oberflächen, die nichts abbilden und nichts behaupten. Im Zentrum steht die Zeit: Die Arbeiten wirken eher wie Klang als wie Bild und laden zu ruhigem, aufmerksamem Sehen ein. Gezeigt werden Arbeiten in Öl auf Leinwand, Hartfaser und Holz, von kleinen, intimen Tafeln bis zu großen Formaten. Der Titel ataraxia, griechisch für Seelenruhe oder Unerschütterlichkeit, meint keinen Zustand, sondern eine Haltung: ein immer neues Ansetzen. Ross, geboren 1959 in Krefeld, lebt in Mülheim an der Ruhr und Frankfurt am Main.
Eberhard Ross understands painting as a form of notation and memory. His pictures emerge from a slow, concentrated process in which color and drawing condition permeate one another. The result is layered, vibrating surfaces that depict nothing and assert nothing. At the center is time: the works feel more like sound than image and invite calm, attentive looking. The exhibition presents works in oil on canvas, hardboard, and wood, ranging from small, intimate panels to large formats. The title a t a r a x i a, Greek for tranquility or imperturbability, does not describe a state but an attitude: a constant beginning anew. Ross, born in Krefeld in 1959, lives in Mülheim an der Ruhr and Frankfurt am Main.