Rubica von Streng verbindet in ihrem Werkzyklus PortLand die kunsthistorischen Gattungen des Porträts und der Landschaft zu organischen Bildräumen, in denen Subjekt und Umwelt in ständiger Wechselwirkung stehen. Mit ihrer eigens entwickelten Arpeggio-Maltechnik trägt sie feine, transparente Farbschichten auf, die Innen- und Außenräume miteinander verschränken und einen fortwährenden Dialog von Form, Farbe und Wahrnehmung erzeugen. Flora und Fauna verschmelzen in den Bildern und spiegeln die komplexen Beziehungen zwischen Mensch und Natur wider. Philosophische, naturwissenschaftliche und gesellschaftliche Fragen fließen subtil in den Malprozess ein und prägen die Bildsprache, die zugleich physikalische Aggregatzustände und das Konzept der Entropie aufgreift. In der Werkreihe Seasons of PortLand untersucht Rubica von Streng Prozesse wie Vergänglichkeit, Lebendigkeit und Kreislauf und übersetzt sie in verdichtete Bildräume.