Was geschieht im Inneren eines Orchesters - in jenen Momenten, die dem Publikum verborgen bleiben? In der Ausstellung „Resonanz. Wenn Klang zum Bild wird“ gibt Wilfried K. Hedenborg darauf eine ebenso persönliche wie unmittelbare Antwort.
Aus der Mitte des Orchesters aus seiner Position in der Primgruppe hält Wilfried K. Hedenborg künstlerische Prozesse fest und führt so nicht nur die spezifischen Qualitäten beider Künste zusammen, sondern gewährt Einblick in eine Welt, geprägt von gegenseitigem Vertrauen und hoher Sensibilität, welche Musik, eine Sprache ohne Grenzen, zum Erklingen bringt.
Wie in der Musik folgt auch die fotografische Arbeit einem klaren Grundsatz: der Kunst zu dienen, ohne sich selbst in den Vordergrund zu stellen. Die Kamera wird dabei zur Verlängerung des Auges, so wie Violine und Bogen zur Verlängerung von Arm und Hand werden. Die Perspektive von Wilfried K. Hedenborg öffnet die Tür zu einem eigenen Kosmos.
Seine Fotografien machen sichtbar, wie im gemeinsamen Musizieren eine besondere Form der Verständi-gung entsteht - jenseits von Worten, getragen von Atmung, Gesten und Blicken sowie dem gemeinsamen Formen musikalischer Bögen. Auch die Beziehung zu den jeweiligen Maestri wird als feines Zusammenspiel erfahrbar: als ein Prozess gegenseitigen Hörens und Reagierens, in dem musikalische Interpretationen gemeinsam entstehen.
Laura Ettel & Miriam Marzura
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